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WASH'n'soul • erste schritte in lusaka

Unser neues Projekt in Sambia startet – juhu! Was ist an WASH'n'soul so besonders? Wie fängt man so ein Projekt überhaupt an? Und was hat unsere ehemalige soulie Angelika damit zu tun?

Manchmal können wir es immer noch nicht so richtig glauben: Mit eurer Hilfe haben wir schon über eine Million soulbottles verkauft. Man könnte also fast schon sagen, dass wir „groß” geworden sind. In den letzten Jahren sind viele neue soulies dazu gekommen, wir sind umgezogen und haben neue Produkte entwickelt, zum Beispiel die soulbottle steel. Und da pro verkaufter soulbottle ein Euro an die Trinkwasserprojekte von Viva con Agua fließt, werden die Spendensummen auch immer größer.

mehr soulbottles – mehr impact

So sind in diesem Jahr zwei Sachen zusammen gekommen: 1. Bisher wurden mit den soulbottles-Euros Projekte in Nepal unterstützt. Die sind nun abgeschlossen und die Communities vor Ort sind weitgehend unabhängig. 2. Wir verkaufen mittlerweile so viele soulbottles, dass mit dem Geld ein eigenes Projekt umgesetzt werden kann. Ein richtig souliges Projekt, wo wir neben Trinkwasser auch Themen wie Abfallvermeidung und Sozialunternehmertum anpacken können. 

 

hallo-Sambia-blogeintragZeichenflache-1-KopiePhotocredits: BORDA / giz, Lior Sperandeo

WASH'n'soul in sambia

Zusammen mit Viva con Agua und BORDA haben wir lange getüftelt und freuen uns über den Start von unserem WASH'n'soul Projekt in Lusaka. Unsere Partnerinnen vor Ort Amanda Mallaghan, Angela Mwila Kapembwa und Margaret Zulu von BORDA geben euch einen Einblick in das Projekt: 

wie ist die ausgangslage vor ort?

Wir sind in einem Vorstadtgebiet von Lusaka, was die Haupt- und größte Stadt von Sambia ist. Die Bevölkerungsdichte ist hoch, aber adäquate Sanitär- oder Hygieneanlage gibt es bisher nicht flächendeckend. Zusätzlich ist der Grundwasserspiegel relativ hoch, wodurch die Gefahr der Trinkwasserverunreinigung besteht und Krankenheiten sich schnell ausbreiten. - Amanda

was sind die ersten schritte? 

Momentan sind wir auf der Suche nach den richtigen Partner*innen. Wir wollen mit Schulen zusammenarbeiten, die sich selbst für das Projekt bewerben. Erfahrungsgemäß übernehmen so alle Beteiligten Verantwortung und es entsteht ein starkes Gefühl der Ownership. - Angela 

Nach der Bewerbungsphase werden sechs Schulen ausgewählt, mit denen wir im ersten Jahr zusammenarbeiten. Mit diesen führen wir eine Baseline Study durch. Dadurch können wir ein Projekt planen, das perfekt zu ihren Bedürfnissen passt. - Amanda 

 

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was wird in der baseline study abgefragt?

Die genaue Ausarbeitung der Baseline Study ist noch nicht abgeschlossen, denn wir wollen, dass sie möglichst gut zu den einzelnen Schulen passt. Grundsätzlich gilt es herauszufinden, wie die aktuelle Wasserversorgung und Abfallentsorgung aussieht. Aber auch wie die Umgebung der Schule aussieht, aus welchen Gründen bisher keine Wasserversorgung installiert werden konnten und welche Vorteile man nutzen könnte. - Amanda 

was ist das besondere an WASH'n'soul?

Es vereint alle Elemente von WASH: Wasser, Hygiene und Abfall. Gleichzeitig setzt es sich für Eigenständigkeit ein und fördert unternehmerische Ideen der Menschen vor Ort. Da es Schulen und die umliegenden Communities adressiert, werden viele verschiedene Personengruppen involviert sein: Kinder, Eltern und Fachkräfte. - Angela 

Da gibt es so viele Dinge, die WASH'n'soul besonders machen. Ich glaube am meisten stechen die Dienstleistungen hervor. Es ist eine Sache eine Station zum Händewaschen zu bauen. Die Dienstleistung liegt darin, mit Bildungsarbeit aufzuklären, warum solche Anlagen so wichtig sind und sie frei zugänglich sein müssen. - Amanda

Das Projekt wird dabei helfen, Diskriminierung abzubauen. Besonders marginalisierte Gruppen in Lusaka haben keinen Zugang zu WASH, was die Ungleichheit noch mehr verstärkt. - Margaret

zusammenarbeit auf augenhöhe 

Für soulbottles, Viva con Agua und BORDA ist das Abbauen von Diskriminierungsformen ein zentraler Aspekt des Projekts. Deshalb arbeiten wir mit einen Code of Conduct. Die Ausarbeitung davon übernimmt übrigens eine ehemalige soulie, Angelika Kim, und wir sind mächtig dankbar für die Zusammenarbeit. Sie ist Anti-Rassismus Aktivistin und Empowerment Trainerin mit Schwerpunkt auf Intersektionalität. Sie kann am besten in ihren eigenen Worten erklären, was ein Code of Conduct eigentlich ist und auf was es da ankommt. 

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 Photocredits: Helena Melikov

code of conduct

Ein Code of Conduct bzw. Verhaltenskodex stellt normalerweise eine Sammlung an Richtlinien und Regelungen dar, auf die sich alle Teilnehmer*innen eines Projektes, oder Mitarbeiter*innen eines Unternehmens, festlegen. Doch oftmals gehen solche Kodexe nicht über allgemeine Floskeln hinaus und trotz eines ausgearbeiteten Kodex’ werden rassistische Bilder zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit reproduziert. Wir unternehmen jedoch den Versuch einen Code of Conduct zusammenzustellen, der unter anderem den institutionellen Rassismus als ein reales weltweites Problem benennt und konkrete Handlungslinien vorschlägt, wie die Projektmitarbeitende ihren Beitrag für dessen Bekämpfung leisten können. Wir wollen das fertige Dokument als eine open source Datei zur Verfügung zu stellen, um eine Vorlage für andere Unternehmen zu bieten, die an der Schnittstelle zwischen Unternehmertum und Entwicklungszusammenarbeit agieren. Das Dokument hat keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, im Gegenteil: Ich hoffe sehr, dass er immer wieder überarbeitet und vervollständigt werden muss. Denn das würde heißen, dass immer mehr Perspektiven von Menschen mit Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen ans Licht kommen und gehört und berücksichtigt werden. - Angelika 

gemeinsam wachsen 

In das Projekt ist also schon eine Menge Arbeit und Herzblut hineingeflossen. Jetzt können wir mit dem Umsetzen beginnen und wir freuen uns schon darauf, es in den nächsten Monaten wachsen zu sehen. Auf diese Reise nehmen wir euch natürlich mit und geben regelmäßig Updates auf dem Blog und Social Media. Wir sind richtig gespannt was wir gemeinsam mit Viva con Agua, BORDA und euch erreichen können. 

 

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