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10 Tipps für einen nachhaltigen Winter • all you need is less

Die kalte Jahreszeit kommt - und mit ihr nicht nur die erste Erkältung und der erste Frost, sondern auch wunderschöne, schneebedeckte Baumgipfel, leckere Plätzchen und etwas mehr Dunkelheit. Denn der Winter bringt auch sehr viel Ruhe und Gemütlichkeit, er bringt Zeit zur Reflektion, zum Innehalten, Zeit für dich selbst und deine Liebsten. Und er birgt nebenbei viele Möglichkeiten, wie du die kalte Zeit auf wunderbar nachhaltige Weise erleben kannst.

Wir haben die beliebtesten Winter-Weisheiten und Nachhaltigkeitsdilemma unter die Lupe genommen, und die besten Tipps für einen Winter zusammengesucht, der glücklich macht und unseren Planeten schützt.

 

1. Stress vermeiden

Mein neuer Lieblingstrend auf Social Media? #NatureNovember - ab nach draußen ist hier das Motto. Jeden Tag geht man in die Natur, läuft durch rotes Laub oder über den Morgenfrost einer Wiese. Selbst wenn es nur ein paar Minuten sind, die Natur gibt uns Kraft für die Kälte und den Stress der Vorweihnachtszeit. Gerade zu Jahresende ist es besonders wichtig, die eigenen Ressourcen im Blick zu behalten, öfters auch mal „nein” zu sagen und sich nicht vom Konsumrausch der Werbelandschaft mitreißen zu lassen. Denn die Natur lebt es uns ganz deutlich vor: Die dunkle und kühle Jahreszeit bedeutet Rückzug, Regeneration, zur Ruhe kommen. Nimm dir also die Zeit, kuschel dich ein, achte auf die Zeichen deines Körpers und pass auf deinen Terminkalender auf. Es ist in Ordnung, die 181. Weihnachtsfeier auch mal abzusagen, und nicht mehr auf den Geschenkewahnsinn einzugehen. Aber dazu später mehr.

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2. Richtig heizen und lüften

Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt entfallen im Schnitt auf die Heizung, so das Umweltbundesamt. Bewusster zu heizen ist also eine riesige Chance, deine Emissionen zu minimieren und deinen Geldbeutel zu entlasten. Aber wie?
Anfangen kannst du mit der Temperatur: Muss drinnen wirklich T-Shirt-Temperatur herrschen? Jedes Grad weniger spart bis zu 6% Energie. Empfohlen wird tagsüber Stufe 2-4 (18-20°C) für Wohnräume, nachts im Schlafzimmer Stufe 1-2 (ca. 14°C), in unbenutzten Räumen Stufe 1 (ca. 12°C).
Je nach Gebäudeisolierung und Wärmeverlust kann es sich lohnen, die Heizung nachts runter zu drehen. In deiner Wohnung halten kannst du die Wärme außerdem, indem du nach der Dämmerung die Rollläden herunterlässt, das kann den Wärmeverlust durch die Fenster um 20% verringern. Außerdem ist es sinnvoll, die Dichtung deiner Fenster und Türen zu prüfen, und Spalten mit Gummidichtungsband aufzufüllen. Gibt es in jedem Baumarkt!
Stoßlüften spart super viel Energie und sorgt für richtigen Luftaustausch. Gekippte Fenster hingegen kühlen die Wände aus und können zu Schimmel führen.
Damit sich die Wärme richtig verteilt, sollten Heizkörper möglichst unverdeckt von Möbeln und Gardinen sein.

 

3. Bankraub!

Winter ist dir zu langweilig? Dann beraube deine Bank, und zwar legal und für eine gute Sache! Denn konventionelle Banken finanzieren mit unserem Geld nach wie vor klimaschädigende Energien, Waffenproduktion, Massentierhaltung und die fortschreitende Abholzung des Regenwalds – eben alles, was aktuell den größtmöglichen Profit macht. Doch ohne Millionen von Privatkonten wäre das alles nicht möglich. Unter dem Motto „Raub dein Geld und veränder die Welt” hat Tomorrow letzten Monat zum #BankraubForGood aufgerufen, also: Das eigene konventionelle Konto leer räumen und dein Geld auf ein nachhaltiges Konto überweisen. So kann es in gute Projekte fließen, und dreckigen Geschäften wird der Geldhahn zugedreht. Ganze 2,4 Millionen Euro sind durch die Kampagne schon auf grüne Konten gewandert. Du suchst noch nach einer nachhaltigen Bank? Tomorrow, Triodos, GLS und Ethikbank sind super Alternativen.

 

4. Energiewende von zuhause aus

Wenn wir schon dabei sind: Einen Winterabend kann man auch super dazu nutzen, die Energiewende in den eigenen vier Wänden auszurufen, und somit den Ausstieg aus Kohlekraft und fossilen Brennstoffen schneller voranzutreiben. Wie das? Wechsle zu Ökostrom! Denn das ist garnicht so schwer: Suche deine letzte Stromrechnung heraus, denn hier findest du alle Daten, die du für den Wechsel brauchst. Für die Wahl deines neuen Anbieters hilft diese Liste von Utopia. Anhand von deiner Postleitzahl und deines Jahresverbrauchs berechnest du den Preis, und füllst dann den Antrag zur Stromlieferung aus. Den Rest erledigen dein*e neuen Ökostromanbieter*innen für dich, und schon nach 2-8 Wochen bist du an erneuerbare Energien angeschlossen – und sparst um die 0,6 Tonnen CO2 pro Jahr!

 

5. Saisonal und regional essen

Zugegeben: Die letzten zwei Tipps kann man auch in anderen Jahreszeiten machen, aber da sie einen so großen Impact auf den privaten Fußabdruck haben, konnte ich sie mir nicht verkneifen. Zurück zur Saison also, und einem weiteren gigantischen Thema: Essen! Denn die Landwirtschaft ist für ein Drittel der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Unsere täglichen Mahlzeiten sind also ein weiterer wichtiger Hebel. Da Tierprodukte allein für 58% der gesamten Emissionen unserer Ernährung verantwortlich sind, ist eine Umstellung auf eine möglichst pflanzenbasierte Ernährung der wohl wichtigste Schritt. Foodsharing und gerettete Lebensmittel – wie z.B. von Etepetete oder SirPlus – wirken Food Waste entgegen: Allein die Lebensmittel, welche produziert aber nicht gegessen wurden, verursachen 8-10% der weltweiten Treibhausgasemissionen. Mit dem Kauf von Bioprodukten, saisonalen und regionalen Angeboten entscheidest du dich mit jedem Bissen für eine bessere Agrikultur.

Was also essen in den Wintermonaten? Bei Geo gibt es einen guten Überblick darüber

 

6. Regional bleiben

Nicht nur für deine Mahlzeiten ist regional am besten... Urlaubszeit ist Reisezeit, und auch hier macht deine Wahl einen riesigen Unterschied! Stay on the ground ist das Motto der Wahl! Denn es gibt auch in unserer Umgebung so viel zu entdecken. Also erkunde mal dein eigenes Bundesland, entdecke neue Ecken der Stadt und gönn dir eine Staycation. Unser Retail Team schwört inzwischen auf ein paar Tage Urlaub zuhause, Zeit für Freunde und entspannen in der eigenen Stadt. Verreisen lässt sich nicht vermeiden und für’s Rad ist die Strecke zu weit? Am klimafreundlichsten reist es sich meist per Bus (höhere Auslastung), gefolgt von der Bahn und einem möglichst voll besetzten Auto. Fliegen jedoch ist die klimaschädlichste Art der Fortbewegung.

 

7. Nachhaltig dekorieren

Damit die Winterstimmung auch in deinen vier Wänden einkehrt, brauchst du eigentlich nichts kaufen. Ein Spaziergang in der Natur bringt da schon viel mehr: Äste, Tannenzapfen und zusammengebundene Nadelzweige lassen sich zu wunderschönen Kränzen, Mobiles oder Gestecken verarbeiten. Aus Halmen kannst du eigene Strohsterne basteln, und statt neuer Christbaumkugeln kannst du auch einfach welche aus Holz bemalen, ebenso schick machen sich aufgefädelte Walnüsse. Mandarinen- oder Orangenschalen lassen sich frisch super gut in Stern-, Mond- oder Kreisform schneiden, getrocknet zwischen zwei Büchern auf der Heizung werden auch sie zu einem tollen Anhänger für Deko, Geschenke und co. Da fehlen nur noch ein paar Kerzen aus Biomasse, Bienen- oder Sojawachs, Raps und Sonnenblumenöl – herkömmliche Kerzen sind nämlich meist aus Erd- oder Palmöl. Einen super Kerzenguide gibt es hier!

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8. Die Frage nach dem Weihnachtsbaum

Das wichtigste Dekoobjekt im Winter ist und bleibt jedoch der Weihnachtsbaum. Jedes Jahr werden allein für Weihnachtsfeste in Deutschland rund 28 Millionen Bäume gefällt. Spätestens einen Monat später heißt es dann: Adé, ab auf die Straße! Und dann: riesiges Lagerfeuer der Müllabfuhr? Spaß beiseite: Wie kann man die Baumfrage nachhaltig lösen, ab wann lohnt sich ein Plastikbaum oder einer aus Naturmaterialien?

Nicht nur Essen, sondern auch Tannenbäume gibt es inzwischen mit Biolabel: Diese kommen dann aus besseren Anbaubedingungen, sind unbehandelt und können nach Weihnachten z.B an Tierparks gespendet werden, dessen Bewohner*innen sich über Nadeln und Rinde freuen. Besser jedoch ist ein Baum im Topf: Diesen kannst du danach in den eigenen Garten pflanzen und Jahr für Jahr wieder aus- und eingraben. Alternativ bieten viele Förstereien inzwischen auch Bäume zum mieten an und nehmen den lebendigen Baum nach dem Fest wieder zurück. Oder du feierst einfach ohne Baum :)

Vergleicht man ihre CO2-Bilanz, überholen Plastikbäume die abgeholzte Tanne erst nach 17 Jahren. Auch Transportwege durch Wiederverwendung machen die Rechnung nicht krumm, denn die meisten Kunststofftannen werden in Asien hergestellt. Hat der Tannenbaum doch ausgedient, werden durch die Verbrennung eines Plastikbaums Giftstoffe freigesetzt, ein natürlicher Baum jedoch kann kompostiert oder auf weniger umweltschädigende Weise verbrannt werden.

 

9. Mach mal selber!

Die wohl konsumintensivste Zeit des Jahres kann man wunderbar mit einer Welle DIY begegnen. Mein Lieblingsmotto beim Schenken ist ja Zeit statt Zeug geworden, also: Lieber etwas gemeinsam unternehmen und erleben, anstatt noch mehr materielle Dinge produzieren zu lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gutschein für einen Winterspaziergang, einem selbstgekochten 3-Gänge-Menü oder einem gemeinsamen Saunaabend?
Doch auch selbstgemachte Dinge lassen sich wunderbar verschenken: Vor ein paar Monaten haben wir dir schon Rezepte für Zahnpasta, Mundspülung, Blubberbad vorgestellt, auf YouTube haben wir Anleitungen für DIY-Deo und Wachstücher. Letztere eignen sich bestens als Geschenk, was jeden Tag etwas Nachhaltigkeit bringt.
Oder soll es doch lieber etwas Süßes sein? Dann probiere mal unser Rezept für Chai-Sirup oder Schoko-Nuss-Kekse aus!

Statt Geschenkpapier kannst du deine selbstgemachten Schätze übrigens am besten in Zeitungspapier (gerne auch bunt bemalt) oder im Tuch verpacken - hier zeigen wir dir, wie!

 

10. All you need is less

Das Fazit? Lasst uns den Winter nutzen, um uns wieder auf das zu fokussieren, was wirklich zählt. Lasst uns Menschen eine Freude machen, ohne den Planeten unnötig zu belasten. Lasst uns vorleben, wie wunderbar sich Nachhaltigkeit anfühlen kann, unseren Freund*innen und Verwandten zeigen, was für tolle Möglichkeiten sich hinter Selbstgemachtem verstecken und wie wenig man wirklich braucht. Denn es ist unfassbar befreiend und wohltuend – ganz besonders zur stressigsten Zeit des Jahres – sich zumindest ein Stück weit von materiellem Konsum zu lösen, und stattdessen die eigene Kreativität freizusetzen, tief in den Wald zu stapfen oder den Tag bei Keks, Glühwein und Kuscheldecke auf dem Sofa zu verbringen. Denn eigentlich haben wir doch schon alles, um glücklich zu sein!