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WASH: Water, Sanitation and Hygiene

Mit jeder soulbottle fließt ein Euro an WASH Projekte von Viva con Agua. Doch was heißt das eigentlich genau, wie ist die Lage weltweit und wieso gehören Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene so untrennbar zusammen?

WASH = Water, Sanitation and Hygiene, ein untrennbarer Dreiklang

WASH steht für WAsser, Sanitärversorgung und Hygiene – drei grundlegende menschliche Bedürfnisse, die die Vereinten Nationen in ihrem sechsten SDG, also Sustainable Development Goal (auf Deutsch Nachhaltigkeitsziel), vereint haben. Wieso aber die Kombination?

 

„Ohne Wasser ist alles nichts, aber Wasser ist nicht alles”

Ohne ausreichende Hygiene und grundlegende Sanitärversorgung ist eine sichere Trinkwasserversorgung nur schwer zu erreichen. Denn Wasser muss dauerhaft zugänglich sein und vor allem: sauber und sicher bleiben. Und wir können noch so viele Brunnen bauen, wenn die Communities nicht auch über mindestens eine grundlegende Sanitärversorgung und die sichere Entsorgung oder Kompostierung von Fäkalien verfügen. Denn diese verunreinigen dann das frische Grundwasser und führen zur Verbreitung von Krankheiten. Auch Hygienemaßnahmen, zum Beispiel durch regelmäßiges und effektives Händewaschen, verringert die Verbreitung von Bakterien, hält Trinkwasser sauber und unterstützt die Gesundheit der Menschen. Und zwar so maßgeblich, dass die Weltbank Hygiene 2016 als die effektivste Gesundheitsmaßnahme überhaupt benannte.

Sprich: Ohne Wasser kein Leben – aber damit Wasser wirklich und langfristig Lebensumstände verbessert, braucht es den WASH-Dreiklang.

 

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Der Stand der Dinge: So viel muss sich noch ändern

Trinkwasser

Doch auch heute noch haben 579 Millionen Menschen dauerhaft keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, trinken also Wasser aus einem ungesicherten Brunnen oder einer natürlichen Quelle, z.B. einem See. Diese Menschen sind am meisten gefährdet, und deswegen auch die Gruppe auf die sich unsere Wasserprojekte mit Viva con Agua konzentriert. Doch das Wasserproblem betrifft noch viel mehr Menschen: Mindestens 2 Milliarden Menschen nutzen eine Trinkwasserquelle, die mit Fäkalien belastet ist, und insgesamt haben in 2019 nur 68% der Menschheit eine sichere, dauerhafte Trinkwasserversorgung.

Sanitärversorgung

Von unzureichender Sanitärversorgung sind mehr Menschen betroffen als von Trinkwassermangel: Ganze 673 Millionen Menschen haben gar keine Toilettenund praktizieren„open defecation”, müssen ihr Geschäft also unter freiem Himmel verrichten. Von einer wirklich sicheren, dauerhaften Sanitärversorgung profitieren aktuell weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung – und  4.2 Milliarden Menschen leben ohne diesen „Luxus”.

Hygiene 

Hände waschen? Das können fast 2 von 10 Menschen nicht in ihrem Alltag. Doppelt so viele, also insgesamt rund drei Milliarden Menschen, haben keine hygienische Basisversorgung, was definiert wird als die Hände zuhause mit Wasser und Seife säubern zu können. 

Und wie sieht es auf der sicheren Seite aus? 58% der Erdbevölkerung haben mindestens eine grundlegende, sichere und dauerhaft verfügbare Hygieneversorgung.

 

Was WASH für den Alltag bedeutet

Keinen Zugang zu WASH zu haben, kann ein Leben viel tiefer beeinflussen als es im ersten Moment scheinen mag. Denn WASH hat nicht nur mit Durst, Gesundheit und Überleben zu tun, sondern auch einen tiefen Einfluss auf Produktivität, auf Wege aus der Armut, auf Bildung und Menschenwürde.

Allein 297.000 Kinder unter 5 Jahren sterben jährlich an Durchfallerkrankungen, die von unzureichender Hygiene- und Sanitärversorgung oder unsicherem Trinkwasser ausgelöst wurden. Doch nicht nur Kinder sind betroffen: Denn wer krank oder durstig ist, kann nicht arbeiten, für die Familie sorgen oder zur Schule gehen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass durch WASH-Mangel ausgelöste Krankheiten viele Länder, die sowieso schon von Armut betroffen sind, um die 5% des Bruttoinlandproduktes kostet. Mehr Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene heißt also auch: deutlich bessere Chancen und Wege aus der Armut!

Doch Wasser ist nicht nur für menschliche Gesundheit und Produktivität wichtig: Wir brauchen es genauso für Nahrungsmittel- und Energieversorgungssicherheit, welche wiederum die nachhaltige Entwicklung und das gesamtheitliche Wohlbefinden beeinflussen. Selbstverständlich brauchen auch Tiere und pflanzliche Ökosysteme sauberes Wasser und profitieren erheblich von besseren Sanitäranlagen, Filtersystemen und weiteren Umweltmaßnahmen. 

 

Was sich durch WASH-Zugang verändert

Der Zugang zu Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene kann deutliche, positive Veränderungen für marginalisierte Communities bringen: Die Vereinten Nationen verweisen in ihrem World Water Development Report vor allem auf Vorteile wie bessere Gesundheit, Ersparnis von Zeit und Geld und besseren Zugang zu Essen und Energie, aber auch Menschenwürde, und bessere Chancen in der Bildung, Arbeit und Beruf sowie auf einen sicheren Lebensunterhalt. Gerade für besonders gefährdete Personengruppen, wie zum Beispiel Frauen und Mädchen, kann WASH den Alltag mehr verändern als kaum ein anderes Gut. 

Doch auch die Zusammenarbeit mit unterprivilegierten sozialen Gruppen kann dabei helfen, globale Wasserziele zu erreichen: Denn der Kontakt mit gefährdeten Gemeinschaften gibt diesen Menschen eine Stimme und schafft Zugang zu sonst ungehörtem Wissen und Erfahrung im wichtigen und richtigen Umgang mit Wasser. 

 

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Bildrechte: Viva con Agua  

 

soulbottles und Viva con Agua: gemeinsam für WASH Projekte  

Mit jeder verkauften soulbottle fließt automatisch ein Euro an Auslandsprojekte von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. und finanziert so WASH Projekte weltweit. Gemeinsam haben wir inzwischen schon 68.778 Menschen (Stand Dezember 2019) an Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygieneprojekte angebunden, waren auf mehreren Projektreisen mit dabei und haben Viva con Agua Events wie der Millerntor Gallery, Konzerten zum Weltwassertag oder dem jährlichen Netzwerktreffen unterstützt, extra Wind für Wasser zu machen. Aber mehr dazu im nächsten Blog!

 

 

 

 

 

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