Auf ein Leitungswasser mit… Simone Simonato Gründerin von sica up

Wir waren auf dem Global Social Business Summit 2015 mit der eigens für den GSBS produzierte soulbottles Kollektion und haben als Akteur der Social Business Szene am Netzwerktreffen teilgenommen. Dort haben wir gleich die Chance genutzt, um Simone Simonato, Gründerin von sica up, auf ein Leitungswasser zu treffen.

Simone hat mit ihrem Label sica up ein Social Business gegründet, das NäherInnen in Bangladesh neben einer fairen Bezahlung auch die Möglichkeit bietet, mittelfristig selbst aktiv im Designen von Upcycling-Produkten, wie zum Beispiel Taschen, zu werden, da Simone ihre langjährige Erfahrung als Designerin gern weiter gibt. So haben die MitarbeiterInnen des Social Businesses in Rangpur in Bangladesh die Möglichkeit, selbst zu gestaltenden Akteuren zu werden und weniger in Abhängigkeit zu stehen. Als Material für die Taschen werden sogenannte Clippings, also Jersey Schnittreste, die tonnenweise in der kommerziellen Textilproduktion anfallen, verwendet. So sind die Designer Unikate echte Upcycling-Stücke.

Simone hat vor über zehn Jahren das sica label in Brasilien gegründet. Dort war es aber schwierig für sie, sich als ein profitables und zugleich nachhaltiges und faires Modelabel neben den kommerziellen, großen Modelabels zu etablieren. Vor zwei Jahren zog sie deshalb nach Berlin, machte einen Master mit dem Schwerpunkt nachhaltige Mode und gründete das Label sica up in Berlin. Im Rahmen dessen entstand die Kooperation mit  den NäherInnen in Bangladesh.

Nach einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne und einer weiteren Reise nach Bangladesh, konnte Simone Ende 2014 ihre erste Taschenkollektion (Fahrrad-, Laptop- und Handtaschen) aus Clippings produzieren und eine faire Entlohnung und selbstständiges Arbeiten für die rund 40 NäherInnen ermöglichen. 

Zu kaufen gibt es die erste Kollektion online, im Upcycling Fashion Store in Berlin und in dem von Simone mitbetriebenen Store water to wine. Hier werden alte Kleidungsstücke, die für Bedürftige nicht mehr zu verwenden sind, von Upcycling DesignerInnen in Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtmission zu wunderschönen Einzelstücken aufgewertet. Mehr über water to wine in der Auguststraße in Berlin-Mitte erfahrt ihr hier: 

 
 

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