Der Stein ist ins Rollen gekommen… rethink work!

In den letzten Monaten erreichten uns immer mehr Anfragen von euch zu unserem Organisationsmodell Holacracy, mit dessen Einführung wir im letzten Jahr die Basis für effizientes Arbeiten mit flachen Hierarchien und viel Selbstverantwortung der Mitarbeiter, gelegt haben. Vielleicht liegt das an der soulbottles Erwähnung im Wikipedia Holokratie Eintrag - aber wir vermuten eher, dass weltweit ein Stein ins Rollen gekommen ist, der lang etablierte Organisations- und Arbeitsformen mit starrem Management und Hierarchien in Bewegung bringt und tiefgehend verändert. Vielleicht haben wir diesen Stein mitangestupst, aber auf jeden Fall sind wir mitten in diesem Flow.

alles im Flow bei soulbottles

Und da wir von unserer Weise wie wir miteinander arbeiten, natürlich überzeugt sind, haben wir Mitte April begonnen, unsere Erfahrungen mit Interessierten in Form eines Events zum Thema „rethinking work - wie neue Organisationsformen euch unterstützen, effizient und selbstbestimmt zu arbeiten”, zu teilen.

Das nächste Event zu diesem Thema wird am 21.07.2016 um 19 Uhr im Berliner Agora Collective stattfinden.  abgeschlossen!

*UPDATE* Das dritte Event findet am 14.9. um 19 Uhr im Impact Hub in Berlin statt – Tickets sind über Eventbrite erhältlich. Wenn du beim nächsten Event nicht dabei sein kannst, aber unbedingt mehr erfahren willst, schreib uns eine Email an pr@soulbottles.com. Wir informieren dich dann über Folgetermine.

Es gibt immer mehr Unternehmen, die sich selbst das organisationelle „Betriebssystem” Holacracy geben - doch nur wenige verknüpfen dies so eng mit einer ganz besonderen Organisationskultur des Miteinanders. Vom ersten Tag der Gründung an stand eine wertschätzende Kommunikation an wichtiger Stelle. Uns ist es wichtig, dass die Bedürfnisse aller soul-Mitarbeiter*innen Gehör finden und gelebt werden, Konflikte wirklich tiefgehend gelöst werden und „personal relations” ihren Platz im Arbeitsalltag haben. Deshalb haben wir die Gewaltfreie Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg) als die Sprache unseres Miteinanders etabliert.

Wir ziehen also nicht nur in die Welt, um diese ein bisschen plastikfreier und grüner zu machen und Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen: Wir machen uns auch den Weg dahin (also harte Arbeit!) schön. Letzteres ist für uns eben auch ein wesentlicher Teil unseres Selbstbildes als Social Business.

Das erste Event zu dem Thema war auf jeden Fall ein voller Erfolg. Innerhalb von kurzer Zeit waren alle Tickets ausverkauft und unser Konferenzraum in unserem Büro in Berlin-Lichtenberg gut gefüllt. Im Zentrum standen dabei die Themen Selfmanagement, effiziente Meetings und Entscheidungsprozesse, sowie entspanntes und flexibles Organisationswachstum, flache Hierarchien und Wertschätzung im Arbeitsalltag. Und das ganz ohne „wie trainiere ich mir noch mehr softskills an um noch passender für meinen 60 hrs / week Job zu sein” Rhetorik.

Die Holacracy Struktur im Blick

Unser Unternehmensmodell • Holacracy

Wir haben uns die Holacracy Constitution Ende 2014 gegeben u.a. um entspannt auf organisationelles (und personelles) Wachstum reagieren zu können. Gleichzeitig wollten wir die Eigenverantwortlichkeit aller soul-Mitarbeiter*innen für seinen*ihren Verantwortungsbereich stärken, effizientere Meetings haben, in denen klare Prozesse eine reibungslose Verarbeitung von Spannungen (aka Agendapunkten) gewährleisten und Transparenz schaffen. Mit Holacracy haben wir die Möglichkeit, die Organisation dann (strategisch und operativ) zu steuern, wenn die Spannungen auftreten. So bleiben wir flexibel und können sehr gut auf interne und externe Veränderungen reagieren. Ein bisschen wie beim Fahrradfahren: wenn ich Fahrradfahre lenke ich auch während ich fahre und reagiere beim Fahren auf mögliche Umwelteinflüsse wie ein entgegenkommendes Auto. Bei uns weiß jede*r: Wer ist wofür genau zuständig? Wo kann ich meine Ideen einbringen? Wie laufen Entscheidungen ab? Holacracy will eben Selbstverantwortung und Selbstorganisation, will Entscheidungskompetenzen dezentralisieren und Entscheidungsgewalt im Unternehmen verteilen. Das bringt viel Selbstverantwortung mit sich – da liegt eine große Schnittmenge mit der Gewaltfreien Kommunikation – denn bei der Gewaltfreien Kommunikation geht es eben auch um Selbstverantwortung, also die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse.

Doch vor allem ist ein ganz zentraler Aspekt von Holacracy: Es ist, was man daraus macht. Es gibt ein Set an Regeln und an Prozessen vor, mit denen man die eigene Organisation sehr genau an die eigenen Bedürfnisse und Ziele anpassen kann. Wie genau soulbottles das umgesetzt hat und wie auch ihr dahin kommen könnt – dafür können wir gemeinsam beim nächsten „rethinking work” Event den Grundstein legen!

Unternehmenskultur • Gewaltfreie Kommunikation

Die zweite Seite unserer wie-wir-arbeiten-Medaille ist die Gewaltfreie Kommunikation – eine Form der urteilsfreien Kommunikation in der die Bedürfnisse jeder*s Einzelnen im Mittelpunkt stehen. Wir gehen davon aus, dass jede Handlung eines Menschen der mehr oder weniger erfolgreiche Versuch ist, sich seine Bedürfnisse zu erfüllen. Eine der grundlegenden Unterscheidungen dabei ist die der Bedürfnisse von Strategien. Konflikte, so die Annahme, entstehen nur auf der Strategieebene.

Beispielbedürfnisse

Ein Beispiel: zwei Kollegen haben das Bedürfnis nach effizienten Arbeitsabläufen. Der eine wählt dafür die Strategie zum Telefon zu greifen und viele Kunden anzurufen um in kurzer Zeit (vermeintlich) viel zu erledigen. Die andere Kollegin hingegen hinterfragt erst einmal die bestehenden Prozessen und entwickelt neue Ideen um diese (auf ihrer Perspektive) zu verbessern. Dass im Arbeitsalltag und gerade in der Teamarbeit auf dieser Ebene Konflikte entstehen können, kann man sich gut vorstellen, weil beide ganz unterschiedliche Strategien wählen um sich das gleiche Bedürfnis zu erfüllen. Die Gewaltfreie Kommunikation trägt wesentlich dazu bei, dass dieser Konflikt auf Strategieebene gelöst werden kann und man sich miteinander verbunden fühlt.

Eine kleine Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation und einen Einblick mit welchen Tools, wir es schaffen, das im Unternehmenskontext zu leben, konnten wir den ersten Teilnehmer*innen unseres ersten „rethinking work” Events bereits geben.

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