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Vom Startup zu einer Million Euro Spende • Wie gründet man eigentlich ein Social Business?

Im Juni wurde die millionste soulbottle verkauft und der millionste Euro ist in die Trinkwasserprojekte von Viva con Agua geflossen –  Dank euch! In unserem Online-Event „Wie Social Business die Welt verändert” haben wir uns darüber ausgetauscht, was besonders wichtig für soziale Unternehmen ist und wie man selbst eines gründen kann. 

Das Ziel eines Social Business ist es durch unternehmerische Aktivitäten, soziale und ökologische Probleme zu lösen. Als Brücke zwischen NGOs und freier Wirtschaft entsteht durch Sozialunternehmen ein großer gesellschaftlicher Hebel, denn jede*r hat die Möglichkeit, durch eine kleine Handlung die Welt zu verbessern. 

 

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Für soulbottles war von Anfang an klar, dass wir Teil einer Lösung und nicht eines Problems sein möchten: Daher fließt pro verkaufter soulbottle ein Euro in die Trinkwasserprojekte von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. Wir sind richtig überwältigt und stolz darüber, wie viel wir damit schon erreichen konnte: Im Juni ist der millionste Euro an Viva con Agua geflossen. Dadurch konnten wir fast 80.000 Menschen in Nepal den Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen. 

Das haben wir all unseren Kunden*innen, Händler*innen und Partner*innen zu verdanken! Eigentlich wollten wir als Dankeschön eine riesige Party für euch feiern und einen Raum schaffen, unsere Erfahrungen zu teilen – aber da hat uns Covid-19 einen Strich durch die Richtung gemacht. Aber dank der Digitalisierung können wir das Wissen trotzdem teilen und die Party holen wir selbstverständlich nach! 

Am 17.06.2020 haben wir zusammen mit Viva con Agua das Online-Event „Wie Social Business die Welt verändert” organisiert. Paul Kupfer (Mitgründer von soulbottles) Benni Adrion (Gründer von Viva con Agua), Mimi Sewalski (Geschäftsführerin von Avocadostore) und Henrike Schlottmann (Co-Geschäftsführerin von ProjectTogether) haben durch die Moderation Sabrina Konzok (SEND e.V.) Erfahrungen ausgetauscht, eure Fragen beantwortet und Tipps und Tricks gesammelt, wie man zum Social Entrepreneur wird. Hier kommt die Zusammenfassung:

 

 

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1. Nach Hilfe fragen 

Zusammen schafft man so viel mehr als alleine. Große Veränderungen passieren selten durch einzelne Personen, sondern viel eher durch Kooperationen, Netzwerke und Zusammenarbeit. Ohne ein Crowdfunding am Anfang der soulbottles-Geschichte hätten wir es zum Beispiel nie geschafft, die geforderte Mindestmenge an Flaschen von einer Glasbläserei zu kaufen. Das komplette Konzept von Viva con Agua beruht darauf, nach Hilfe zu fragen und ein Netzwerk aufzubauen, wo klar ist: Es ist nur so viel Wert, wie man reinsteckt. Förderprogramme wie der soulincubator und Organisationen wie ProjectTogether haben sich darauf spezialisiert, gute Ideen zu finden und diese weiter zu entwickeln. Und schließlich kostet es auch nichts, einfach Mal Menschen auf LinkedIn anzuschreiben und nach einem Austausch zu fragen. Vor allem Kontakte außerhalb der eigenen Bubble können hier wertvoll sein.

 

2. Vom Ego- zum Ecosystem 

Benni hat es so schön gesagt (und damit Otto Scharmer zitiert): „Wir sollten weg vom Ego- hin zum Ecosystem.” Das passt natürlich auch zu Punkt eins, dass man öfter nach Hilfe fragen und helfen sollte. Aber es zielt auch darauf ab, weniger am Konkurrenzdenken festzuhalten. Es gibt zum Beispiel schon ein Unternehmen, dass einen ähnlichen Ansatz wie deines verfolgt? Perfekt, dann habt ihr das gleiche Ziel und seid Mitstreiter*innen und keine Konkurent*innen! Tretet in den offenen Austausch, arbeitet mit Open Source Geschäftsmodellen und baut Netzwerke auf. 

  

3. Impact 

Das Ziel eines Social Business oder einer NGO ist klar – inwiefern man sich diesem Ziel wirklich annähert, also welchen Impact man hat, ist aber oft schwer zu greifen. Bei soulbottles schauen wir zum Beispiel darauf wie viel Tonnen Plastik und CO₂ wir vermeiden können; Viva con Agua wertet aus wie viele Menschen sie nachhaltig den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen können. ProjectTogether verfolgt eher einen qualitativen Ansatz und befragt Projekte, wie sie ihnen besonders gut helfen konnten und der Avocadostore arbeitet gerade an einer grünen Logistik, da dies einen riesigen Hebel hat. 

Impact-Messungen sind keineswegs eine leichte Sache und können selten genau festgelegt werden. Aber umso klarer sie definiert sind, umso besser sieht man, wo man steht und potentielle Investor*innen können den sozialen beziehungsweise ökologischen Aspekt des Business direkt greifen. 

 

4. Schau über den Tellerrand

Viele soziale Unternehmen findet man momentan noch in einer sehr nischigen Szene. Was einerseits total schön ist, denn so kann man viel leichter netzwerken und sich gegenseitig helfen. Auf der anderen Seite ist natürlich wichtig, aus der eigenen Bubble heraus zu kommen, denn nur so lassen sich gesamtgesellschaftliche Probleme lösen. Aber wie?

Einerseits kann man beobachten, dass Nachhaltigkeit ein so wichtiges Thema ist, dass es von ganz alleine aus der Bubble kommt. Gleichzeitig lernt die Branche dazu, professionalisiert sich, die Pitches von Start-Ups werden besser und mehr Investor*innen gefunden. Andererseits ist es wichtig, den Prozess noch etwas zu beschleunigen und über den eigenen Tellerrand zu schauen. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass man Kooperationen mit Big Playern eingeht ohne die eigenen Werte aus den Augen zu verlieren. Denn so schafft man es die eigene Message in die breite Öffentlichkeit zu tragen und jede Menge Impact zu generieren.

 

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In der Runde wurden natürlich noch viel mehr kluge Dinge gesagt, die gar nicht alle in diesen einen Blogartikel passen. Für alle, die sie trotzdem hören wollen, werde wir in den nächsten Tagen die Aufzeichnung zur Verfügung stellen. Abschließend wurden wir gefragt, wo wir uns eigentlich in fünf Jahren sehen. Pauls Antwort: „Der Traum wäre es, dass es eine soul-Organisation gibt, die durch ganz viele verschiedene Unternehmen die Plastikkrise bekämpft. Aber ganz ehrlich, wir machen heute schon etwas, an das wir glauben und was einen positiven Impact auf die Welt hat. Wir hoffen also auf Wachstum, aber wenn alles bleibt wie es heute ist, ist das auch schön.”

 

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