Fast ein Liebesbrief:
unsere Flaschenpost.

Melde dich jetzt für unseren Newsletter an und erfahre als erste*r über neue Produkte, bekomme Insights aus unserem Team und erhalte Tipps für ein noch nachhaltigeres Leben. Jetzt anmelden!
Datenschutzbestimmungen

Bitte geben Sie eine gültige eMail-Adresse ein.
Blog_BDEW_WasserWege_Header

Wie kommt unser Trinkwasser eigentlich in den Hahn?

Hahn auf, Wasser marsch: Aus jedem Wasserhahn in Deutschland fließt immer und überall sauberes Trinkwasser. Wir erzählen dir, wie es dort hinkommt.

Sommer, Sonne, Durst! Eben habe ich zum x-ten Mal heute meine soulbottle mit Leitungswasser aufgefüllt – bei den Temperaturen ist viel trinken sooo wichtig. Trinkwasser ist Lebensmittel Nummer eins. Ich versuche täglich auf 2 bis 3 Liter zu kommen, denn Wasser kühlt ab, steigert meine Konzentrationsfähigkeit und macht mich (fast) wacher als Kaffee. Nach ein paar erfrischenden Schlucken kam mir der Gedanke, wie selbstverständlich das eigentlich für uns ist: Unser Leitungswasser ist so sauber, dass wir es beinahe immer und überall bedenkenlos trinken können und es kommt aus dem Hahn, wann immer wir wollen. Aber wie kommt das Wasser eigentlich in den Wasserhahn? Ich habe mich da mal für euch schlau gemacht und bei den Expert*innen vom Bundesverband für Energie und Wasser (BDEW) nachgefragt!


Blog_BDEW_WasserWege_Bild1Zeichenflache-1-Kopie


Woher kommt das Wasser?

Das Wasser, das am Ende als Trinkwasser aus unseren Wasserhähnen fließt, wird aus dem unterirdischen Grundwasserstrom, Quellen und Stauseen  gewonnen. Rund zwei Drittel unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser. Grundwasser ist Regenwasser, das durch die verschiedenen Bodenschichten gesickert ist: Erde, Sand, Kies und Lehm funktionieren wie eine Art Filter. So wird das Wasser zum Teil schon auf natürliche Weise gereinigt, bevor es gewonnen wird. Über Rohre, Brunnen und Pumpen wird das sogenannte Rohwasser dann in ein Wasserwerk transportiert und dort zu Trinkwasser aufbereitet.

 

Über 6000 Wasserversorger*innen ...

… kümmern sich bei uns in Deutschland darum, dass über zentrale Trinkwasser-Verteilungsnetze mehr als 99 Prozent der Bevölkerung stets mit ausreichend Wasser versorgt werden. Schließlich verbrauchen wir pro Kopf täglich rund 120 Liter! Davon nutzen wir 2 bis 5 Prozent zum Kochen und zum Trinken. Die restlichen Liter werden beispielsweise zum Baden, Duschen, zur Toilettenspülung oder zum Waschen verwendet. Um kurze Wege zu gewährleisten und den Aufwand für die Trinkwasserverteilung so gering wie möglich zu halten, ist die Wasserversorgung regional organisiert. 

Die Trinkwasserverordnung sorgt dafür, dass langfristig ausnahmslos sauberes und unbedenkliches Wasser in unseren Leitungen landet. Es gibt klare Regeln und Qualitätsanforderungen, an die sich die Wasserversorgungsunternehmen hinsichtlich der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser halten müssen. Die Trinkwasserverordnung dient dem Schutz der menschlichen Gesundheit und legt fest, welche Stoffe und Verfahren für die Aufbereitung des Trinkwassers eingesetzt werden dürfen. Sie regelt die strengen Grenzwerte, die sicherstellen, dass wir unser Trinkwasser ein Leben lang trinken und genießen können.

 

Vom Wasser zum Trinkwasser

In Deutschland müssen rund 50% des Rohwassers gar nicht oder nur geringfügig aufbereitet werden! Erfüllt das geförderte Wasser nicht die hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung, wird es aufbereitet. Das passiert beispielsweise durch das Entziehen von Eisen, Mangan oder Kohlensäure. Dabei verwenden die Wasserversorger*innen häufig naturnahe Verfahren wie beispielsweise die Sandfiltration. Aufwendigere Verfahren wie zum Beispiel die Aktivkohlefiltration kommen dann zum Einsatz, wenn das Rohwasser etwa mit Pflanzenschutzmitteln belastet ist.

In den letzten Jahren wurde zudem das Verfahren der Mikrofiltration entwickelt: Damit lassen sich selbst Spurenstoffe aus dem Wasser entfernen! Das kostet allerdings viel Geld und Energie. Darum ist es sehr wichtig, dass jede*r einzelne dazu beiträgt, dass möglichst wenig Schadstoffe in die Natur und damit auch in unser Wasser gelangen. 

Bevor das Trinkwasser das Wasserwerk verlässt, überprüfen die Wasserversorger*innen, dass es alle gesetzlichen Vorschriften einhält. Durch regelmäßige Untersuchungen und die Kontrolle des Gesundheitsamtes wird sichergestellt, dass das Trinkwasser letztendlich in einwandfreier Qualität in unseren Trinkflaschen landet. Darauf erstmal einen großen Schluck aus der soulbottle – Prost!

 Blog_BDEW_WasserWege_Bild2


Vom Wasserwerk zum Wasserhahn

Das saubere Wasser wird von den Wasserversorgungsunternehmen in Behältern gespeichert. Von dort wird es dann mit Pumpen über  ein weit verzweigte Netz von Leitungen in jedes Haus und zu jedem Wasserhahn transportiert. Und wenn du dann mal wieder deine soulbottle auffüllen musst, drehst du einfach fix den Wasserhahn auf und schon fließt kühles und frisches Trinkwasser in deine Flasche! Saubere Sache, oder? Ein Hoch auf unsere Wasserversorger*innen!

 

Übrigens …

Trinkwasser in Deutschland ist kein Kläranlagenwasser! Dies ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Abwasser wird in die Kanalisation gespült, von Kläranlagen gereinigt und dort von Schadstoffen und Verschmutzungen befreit. Anschließend wird es in Oberflächengewässer wie Flüsse und Seen geleitet und gelangt so wieder in den natürlichen Wasserkreislauf!