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Wie man als Start-up 500.000€ spendet – und trotzdem nicht pleite geht

Alina: 2013 rollten die ersten maschinell produzierten soulbottles vom Band. Fünf Jahre später feiert soulbottles die halbe Mille. Das heißt: nicht nur eine halbe Million verkaufte soulbottles, sondern auch 500.000 Euro Unterstützung für Trinkwasserprojekte. Wie fühlt sich das an?

Paul: Eine halbe Million ist natürlich mega viel Geld. Immer noch viel mehr, als ich jemals besessen habe. Aber halt auch nur eine Zahl und irgendwie theoretisch. Wirklich berühren tun mich andere Momente. Wie zum Beispiel die Projektreisen mit Viva con Agua und der Welthungerhilfe. Da erlebt man dann wirklich, wofür das Geld ausgegeben wurde und wie sehr es Menschen im Alltag hilft und glücklich macht.

 

Alina: Und was hat jetzt die neue soulbottle mit der halben Mille zu tun?

Paul: Das Motiv ist bei unserem Designcontest zur Halben Mille entstanden. Es wurde von Flora Karger entworfen. Die vielen kleinen Punkte sollen zeigen: eine halbe Mille Münzen, dahinter steht ‘ne halbe Mille Menschen. Und die machen den Unterschied. Jeder von uns kann dieser „one drop" sein, der die Welt verändert.

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Alina: Wie hat soulbottles es geschafft, sich innerhalb von fünf Jahren so zu etablieren?

Paul: Ich will ehrlich sein – ich glaube, wir waren mit unserer Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Das Bewusstsein dafür wächst, wie Plastikmüll die Umwelt und unsere Gesundheit bedroht. Bewusster Konsum ist immer mehr im Mainstream angekommen. Das hat uns als Unternehmen enorm geholfen. Als richtig „etabliert" würde ich uns aber dennoch nicht bezeichnen. Wir sind noch weit entfernt von einer Welt, in der jeder Mensch eine Trinkflasche benutzt, statt Wasser in Plastikflaschen zu kaufen.

 

Alina: Du und dein Gründerpartner Georg ihr wolltet anfangs nur plastikfreie Trinkflaschen mit coolen Designs bedrucken. Wie kamt ihr auf die Idee mit der Spende?

Paul: Ob ich Leitungswasser trinke oder Wasser aus dem Supermarkt – das ist für mich echt ein Luxusproblem. Vielen Menschen haben gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für Georg und mich war daher von Anfang an klar: Nur mit einem ganzheitlichen Ansatz können wir die Welt nachhaltig verändern. Fundraising und Symptombekämpfung allein, das klappt nicht. So entstand die Idee, mit einem Euro pro soulbottle Trinkwasserprojekte zu unterstützen. Wir müssen unser Konsumverhalten im Alltag drastisch ändern und uns weltweit für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Bei soulbottles machen wir beides.

 

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Alina: Ihr habt ja als Unternehmen selber noch in den Kinderschuhen gesteckt. Da ist jeder Euro wichtig. Wie ist es euch gelungen, von Anfang an so groß zu denken und Trinkwasserprojekte in der ganzen Welt zu unterstützen?

Paul: Wir haben ja sogar in der Zeit gespendet, als wir noch gar nicht profitabel waren. Das würden manche vielleicht unternehmerisch als nicht so clever einschätzen. Uns war es aber wichtig, von Anfang an ehrlich zu sein und zu unserem Wort zu stehen. Die Lektion dahinter: „Klein denken und groß denken ist ähnlich anstrengend. Wenn du eh schon denkst, kannst du auch gleich groß denken."

 

Alina: Was hat ein Unternehmen davon, einen Teil der Einnahmen zu spenden?

Paul: Naja, man kann das sicher als Marketing-Tool verwenden. Aber ich merke auch immer wieder, wie viele Menschen sich nach einer sinnvollen Tätigkeit sehnen. Zum Beispiel in Bewerbungsgesprächen. Für viele Menschen fühlt es sich sinnvoller an, für Trinkwasserprojekte zu arbeiten, als für irgendwelche Aktionäre. Und nur wer Sinn in seiner Arbeit sieht, kann wirklich mit Leidenschaft arbeiten und das Unternehmen voranbringen.

 

Alina: Du meinst, die Spende hilft soulbottles als Unternehmen sogar dabei, erfolgreich zu sein?

Paul: Im Hiring und in der Mitarbeitermotivation bestimmt.

 

Alina: Wie weißt du, dass die Spenden auch wirklich ankommen?

Paul: Wir stehen in engem Kontakt mit Viva con Agua und der Welthungerhilfe, besuchen gemeinsam die Projekte vor Ort. Aktuell ist Laura auf einer Projektreise in Nepal. In Zukunft möchten wir uns gerne noch mehr in die Gestaltung der Trinkwasserprojekte einbringen.

 

Alina: Auf dem Weg zur vollen Mille – worauf bist du am meisten gespannt?

Paul: Ich freue mich mega auf das nächste Jahr! Das sage ich lustigerweise jedes Jahr. Aber es stimmt auch immer. Eine nächste Mission heißt: Festivals plastikfrei machen. Mit nachhaltigen Trinkkonzepten. Da ist dann unser Festivalbecher am Start. Auch der soulcup soll gerelauncht werden. Wir haben noch andere spannende Projekte vor. Über die kann ich aber jetzt noch nicht sprechen. Ist geheim. Ihr dürft gespannt sein.

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