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Hinter den soulbottles-Kulissen: Warum wir eine Corona Taskforce haben

Faire Flaschen produzieren in Zeiten von Corona? Das geht – auch, weil so tolle Menschen wie Christoph unser soulbottles-Team seit März 2020 durch die Pandemie navigieren. Hier erzählt er, wie er und zwei weitere soulies als Corona Taskforce arbeiten und warum Holacracy dabei eine echte Hilfe ist.

Vorhang auf und ab hinter die Kulissen von soulbottles! Besuchen könnt ihr uns aktuell ja leider nicht, aber umso mehr Lust haben wir, euch zumindest digital an unserer täglichen Arbeit teilhaben zu lassen. Denn auch in diesem sehr herausfordernden Jahr 2020 arbeiten wir natürlich weiter daran, mit unseren soulbottles die Welt ein bisschen besser und plastikfreier zu machen. Unser Alltag hat sich, nicht zuletzt aufgrund vieler Menschen im Home Office, ganz schön verändert. Unverzichtbar ist deswegen unsere Corona Taskforce, die wir zu Beginn der Pandemie ins Leben gerufen haben. Zusammen mit zwei anderen Menschen füllt Christoph diese Rolle aus und bereitet das Unternehmen grad auf einen herausfordernden Herbst und Winter vor. Hey, Christoph, erzähl doch mal!

 

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Was genau steckt hinter der Corona Taskforce bei soulbottles?

Uns war schon vor den ersten großen Einschränkungen klar, dass wir als Unternehmen rechtzeitig auf Corona reagieren und vorbereitet sein wollen. Deswegen wurde im März mit der Corona Taskforce eine neue Rolle bei soulbottles geschaffen, die von drei Menschen ausgefüllt wird. Die Taskforce war und ist dafür zuständig, einen Fahrplan zu erarbeiten, damit wir als Unternehmen arbeitsfähig bleiben und gut durch die Krise kommen. Dass wir drei dabei ganz unterschiedliche Hintergründe haben, war ziemlich hilfreich: Patrick ist besonders gut im strategischen Denken, Andreas der Mann der Zahlen und ich bin sonst für die Arbeitssicherheit zuständig, da gibt es viele Überschneidungen. Unser Hauptziel ist es, Risikominimierung zu betreiben, mögliche Infektionsketten zu verhindern und das Team kontinuierlich zu informieren.

 

Und wie arbeitet man sich in eine solche Rolle rein? Es war ja für alle, auch für euch, eine komplett neue Herausforderung.

Es war auf jeden Fall eine große Herausforderung, aber für mich auch eine aktive Entscheidung, mehr Verantwortung innerhalb von soulbottles zu übernehmen. Wenn ich so zurückdenke an März und April, das war definitiv ein Herantasten und work in progress. Wir wussten ja wie alle anderen vieles noch nicht, etwa, welche Übertragungswege des Virus besonders typisch sind, welche Auswirkungen es auf die Wirtschaft haben wird und welche Einschränkungen auf uns zukommen. Vor allem habe ich viele viele Artikel und News gelesen, auch den Podcast vom NDR mit Christian Drosten fand ich gut. Aber wir haben auch immer Empfehlungen von Wirtschaftsexpert*innen mit einbezogen. Mir persönlich hat es geholfen, mir auch aus dem Home Office eine Routine zu erarbeiten. Morgens erstmal Yoga, dann Nachrichten lesen und filtern, außerdem regelmäßig mit den anderen beiden Rollenfüllern in den Austausch gehen.

 

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Und was waren dann die ersten Schritte und Maßnahmen bei soulbottles?

Wir brauchten ab März eine Strategie: Wie geht es weiter, wie arbeiten wir weiter? Mithilfe anderer Rollen haben wir ein sehr umfangreiches Corona-Konzept erarbeitet. Es enthält unter anderem ein Hygienekonzept, orientiert an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, und einen Plan zum Thema Büro oder Home Office. Ein Richtwert waren die Berliner Corona-Ampeln, also die Faktoren Reproduktionszahlen, Auslastung von Intensivbetten und Neuansteckungen. Ganz wichtig war dabei ein Fahrplan für die Menschen aus Lager und Logistik, die nicht einfach ins Home Office geschickt werden können, wenn der Betrieb weitergehen soll. Hier war eine Aufteilung in zwei Gruppen eine Maßnahme, damit nie alle Menschen von einer möglichen Infektionskette betroffen wären. Das machen wir bis heute so. Wir haben Mund-Nasen-Schutzmasken und Desinfektionsmittel bereitgestellt, Regeln erarbeitet für die Bad- und Küchennutzung und die Wege zwischen Büro, Lager und soulincubator neu geplant. Es stehen auch Antworten auf wichtige Fragen in dem Plan, etwa, was ich tun muss, wenn ich mich infiziere oder wenn ich Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Und wir wollen in Kontakt bleiben, trotz Home Office, und Raum für Fragen geben. Dafür gibt es zum Beispiel regelmäßig Taskforce-Videosprechstunden. Ein Gefühl von Sicherheit für unser Team zu schaffen in Zeiten, wo es so viel Unsicherheit gibt, das finde ich wichtig.

 

Lesetipp: Kommen New Work Unternehmen besser mit der Corona-Krise klar?

 

Und wie klappt das alles in Bezug auf unser Arbeitsmodell Holacracy?

Bei Holacracy geht es ja um viel Eigenverantwortung, das war für meine neue Rolle anfangs schon herausfordernd. Aber es hat mir auch geholfen, denn Feedback geben, über Unsicherheiten sprechen, als Unternehmen transparent sein, das sind ja gut entwickelte Fähigkeiten bei uns. Wir mussten nicht damit rechnen, dass es im Team Erwartungen gibt, die niemand ausspricht. Und hier ist vielleicht nochmal wichtig: Holacracy bedeutet ja nicht, dass es keine übergeordneten Zuständigkeiten gibt. Die großen, firmenweiten Maßnahmen zu Corona beispielsweise entscheidet am Ende das Gremium unseres ‚General Company Circle' (Hinweis Red.: Dieser Kreis ist vergleichbar mit der Geschäftsführung). Wir als Task Force bereiten nur Vorschläge vor. Jeder Vorschlag durchläuft unseren üblichen Feedback- und Fragenprozess, bevor die Maßnahme dann auch umgesetzt wird. Den Zeit- und Schichtplan für die Logistik wiederum haben Menschen direkt aus dem Kreis ausgearbeitet, mithilfe unseres Konzeptes, denn sie wissen am besten, was für sie funktioniert.

 

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Jetzt kommt der Winter, die Infektionszahlen steigen wieder, die meisten von uns sind im Home Office – wie fühlst du dich? Auch rückblickend auf die letzten Monate?

Hm, also ich fühle mich wesentlich sicherer als im März. Wir stehen an einem ähnlichen Punkt, aber jetzt konnten wir Erfahrungen mit Corona sammeln und sind besser vorbereitet. Wir passen unseren Plan zwar immer aktuellen Empfehlungen an, etwa zum Maskentragen im Büro, aber zu jeder möglichen Situation gibt es bereits Handlungsempfehlungen und wir können schneller Entscheidungen treffen. Die Funktion der Taskforce war und ist es vor allem, die Fäden zusammenzuhalten. Und ich glaube, das hat ganz gut geklappt. Bei mittlerweile 78 Mitarbeitenden waren wir trotzdem in der Lage, uns in verschiedene Bereiche reinzudenken und individuell zu schauen, wer braucht was.
Und wenn ich mir für die kommenden Wochen was wünschen kann: Ich hätte gerne wieder eine angenehme Tagesroutine, die habe ich ein bisschen verloren, wieder mehr Sport, und natürlich wünsche ich mir mehr Kontakt, viele von uns waren ja richtig lange nicht im Büro. Aber ich betone immer: Wir müssen uns zwar physisch distanzieren, aber können trotzdem beieinander bleiben, auch digital.