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Black Friday?! Wir sind dann mal klimastreiken!

Nächsten Freitag passieren gleich zwei Sachen auf einmal, über die wir jede Menge zu sagen haben: Am 29.11. ist Global Day of Climate Action und Black Friday. Der Black Friday ist vor ein paar Jahren aus Amerika zu uns rüber geschwappt und eröffnet mit starken Rabatten traditionell das Weihnachtsshopping. Die Antwort der Onlineshops auf den Black Friday war dann wiederum der Cyber Monday, welcher vor allem durch amazon in Deutschland groß geworden ist. Und beide Tage werden zunehmend beliebter: Der Handelsverband Deutschland schätzt, dass 2019 an diesen beiden Tagen 3,1 Milliarden Euro ausgegeben werden. Das sind 22 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

 

Wo liegt das Problem?

Den meisten von euch dämmert es wahrscheinlich schon, dass so ein Fest des Konsums auch seine Schattenseiten hat. Denn leider kann man nicht einfach nur super günstigen Kram kaufen und davon profitieren Kunden*innen und Wirtschaft. Denn für die Käufer*innen sieht es nach riesen Rabatten aus, in Realität sind die aber durch Preisrumschieberei meist viel geringer als ausgezeichnet. Für den Handel wird es durch solche Aktionen immer schwieriger den regulären Preis zu halten, was vor allem für kleine Unternehmen problematisch ist. Die größte Verliererin ist aber die Umwelt – wohl kein anderer Tag im Jahr hat so große Folgen für Ressourcenverbrauch, Biodiversitätsverlust und Abfallgeneration. Und auch die sozialen Konsequenzen von Billigproduktion sollte man im Hinterkopf behalten.

„Der Black Friday ist ein schwarzer Tag für die Umwelt.“ Viola Wohlgemuth, Greenpeace

Denn wahrscheinlich ist uns das allen schon mal passiert, man kauft etwas nicht, weil man es braucht, sondern weil es gerade so schön günstig ist. Und so kauft man am Black Friday die 50. Jeans und bestellt am Cyber Monday die dritte Kaffeemaschine. Würde man übrigens alle Pakete, die 2017 allein von deutschen Haushalten bestellt wurden, übereinander stapeln, würde der Turm einmal bis zum Mond und zurück reichen. Es wird also mal wieder viel mehr produziert als benötigt. Und das belastet unseren Planeten massiv!

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Die Rolle der Wirtschaft 

Gerade hier wird sichtbar, was für eine tragende Rolle die Wirtschaft in der ganzen Problematik spielt. Wir befinden uns inzwischen im Zeitalter des Antrophozäns, anders gesagt: der menschengemachten Klimakrise. 10.000 Wissenschaftler*innen sind sich einig, dass unser Wirtschaftssystem eine radikale Veränderung braucht und wir weniger und bewusster konsumieren müssen. Black Friday und Cyber Monday bewirken genau das Gegenteil und kurbeln den Konsum durch Rabattaktionen an. Wir brauchen also einerseits Unternehmen, die jetzt schon beweisen, dass man nachhaltig und mit fairen Mitteln wirtschaften kann und andererseits braucht die Wirtschaft Regulierung vom Staat. Wie sich unser Super Action Hero Clara diese Richtlinien vorstellt, könnt ihr in unserem letzten Blog lesen. Die Regierung wird aber keine Gesetze durchsetzen, die zwar für den Planten gut sind, aber auf massiven Gegenwind in der Bevölkerung und in der Wirtschaft stoßen. Also heißt es gerade jetzt, laut und präsent zu sein. Der Bundesregierung zu zeigen, dass wir bereit für Veränderung sind und nicht aufhören werden uns für die Klimagerechtigkeit einzusetzen. Wir brauchen einen Neustart und zwar schnell! 

 

Was tun, wenn streiken nicht mehr ausreicht?

Beim letzten globalen Klimastreik am 20.09. waren alleine in Deutschland 1,4 Millionen Menschen auf der Straße. Das kurz darauf vorgelegte Klimapaket der Bundesregierung reicht absolut nicht dafür aus, um die komme Klimakatastrophe aufhalten oder zumindest eindämmen zu können. Damit die Anliegen der Klimaschutzbewegung gehört werden, hat man also zwei Möglichkeiten: 

  1. Es müssen noch mehr Menschen auf die Straße, vor allem nicht nur Schüler*innen, sondern auch Eltern, Großeltern, Wissenschaftler*innen, die Wirtschaft und alle restlichen Sektoren. 
  2. Man sucht nach einer anderen beziehungsweise zusätzlichen Form des Protests

Und nur um auf Nummer sicher zu gehen, lasst uns alle gemeinsam beides machen! Fridays for Future hat hierfür am 29.11. zum Global Day of Climate Action aufgerufen und fordert einen #NeustartKlima von der Politik. Neben einer großen Demonstration am Brandenburger Tor wird es zahlreiche kreative Aktionen in ganz Deutschland geben. In Parteibüros, Einkaufszentren und auf anderen öffentlichen Plätzen wird auf Klimagerechtigkeit aufmerksam gemacht. Und ja, es kann eventuell dazu kommen, dass Infrastruktur und Straßenkreuzungen blockiert werden. Aber ehrlich gesagt haben wir einfach keine Zeit mehr, nicht gehört zu werden. Vom 03.- 13.12. finder der UN-Klimagipfel, auch COP genannt, in Madrid statt und bis dorthin muss den Entscheidungsträger*innen die Dringlichkeit von Klimaschutz bewusst werden.

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Was macht soulbottles?

Für uns soulies ist die Sache ziemlich eindeutig: Wir setzen uns seit der Gründung für ein nachhaltiges und faires Wirtschaften ein. Das sieht man an unseren Rohmaterialien, unseren Produktionsschritten und unseren Arbeitsbedingungen. Es ist also nur logisch konsequent, keine Black Friday Rabatte anzubieten. Anstatt dessen haben wir uns mit all you need is less für eine Winterkampagne entschieden, die anstoßen soll, den eigenen Konsum zu hinterfragen. 

Und weil wir diesen Wandel nicht nur bei einzelnen Unternehmen oder einzelnen Menschen sehen wollen, sondern überall, ziehen wir am 29.11. nochmal auf die Straße. Büro und Logistik bleibt geschlossen, keine Email wird beantwortet und kein Paket verschickt. Und wo sonst überall Black-Friday-Buttons auf Websites blinken werden, schließen wir unseren Online-Shop während des Streiks

 

Climate Office Hour vor dem Bundestag - komm vorbei! 

Wir werden wieder zusammen mit unseren Kolleg*innen von Entrepreneurs for Future unterwegs sein und den Dialog mit der Regierung suchen. Ab 10:30 bauen wir einen Coworking-Space vor dem deutschen Bundestag auf und laden den Bundestag und -rat zur Climate Office Hour ein. Wir wollen gemeinsam Lösungen finden, wie man die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen kann und signalisieren, dass die Wirtschaft bereit zum Umdenken ist. Anschließend werden wir uns zusammen der Demonstration von Fridays for Future am Brandenburger Tor anschließen. Also kommt zur Climate Office Hour dazu, zur großen Demo oder startet eure eigene Klimaaktion. Irgendwo auf der Straße werdet ihr uns mit Schildern in der Hand, soulbottles Sticker auf der Brust und einem Lachen im Gesicht rumspringen sehen. Denn es wird höchste Zeit laut zu werden und am besten mit ganz viel soul und Freude an der Sache.