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juhu, soulbottles ist klimaneutral! was genau das bedeutet

Wir wissen es schon länger, aber jetzt verkünden wir es endlich: soulbottles ist ein klimaneutrales Unternehmen. Jetzt mögt ihr kurz stutzen: „Wie jetzt, eure soulbottles wurden doch schon lange klimaneutral produziert?” Stimmt, aber jetzt gilt dieses Label für unser gesamtes Unternehmen. Was das bedeutet, wie wir unsere CO2-Emissionen reduzieren und welches Klimaprojekt wir unterstützen: Hier gibt es alle Details.

Vermutlich ist es euch schon aufgefallen: Nachhaltigkeit ist ein komplexer Begriff. Und Klimaschutz ebenfalls. Es gibt unzählige Stellschrauben, an denen gedreht werden muss, um das eigene Handeln nachhaltiger zu gestalten. Umso größer ist unser Stolz und unsere Freude über diese Nachricht: soulbottles ist ein klimaneutrales Unternehmen! Denn dafür wurde ganz fleißig an jeder Menge Schrauben gedreht.

klimaneutrales unternehmen statt „nur” klimaneutrales produkt

Wie eingangs erwähnt, unser Produkt ist schon lange klimaneutral. Das heißt, dass die CO2-Emissionen, die bei der Produktion und Distribution unserer soulbottles und unserer anderen Produkte entstehen, einerseits durch Kompensationszahlungen an Klimaschutzprojekte unserer Partner*innen von myclimate ausgeglichen werden. Andererseits sind diese Zahlungen nur ein Faktor, denn für uns gilt: Reduzieren und Vermeiden steht vor Kompensieren. Sprich, wir sehen uns als Unternehmen in der Verantwortung, erstmal all unsere Emissionsquellen genau unter die Lupe zu nehmen und nach Möglichkeit zu reduzieren oder ganz zu vermeiden, bevor wir mit Zahlungen an externe Projekte für einen Ausgleich in Sachen Klimaschutz sorgen. So haben wir schon immer darauf geachtet, dass unsere bottles möglichst klimafreundlich reisen, wir recyceltes Material verwenden (bei unseren soulbottles sind es derzeit beispielsweise 60-80 % Altglas) und wir beim Versand und den Verpackungen umweltschonende Materialien verwenden. 

direkte und indirekte CO2-emissionen messen

Doch das ist wie gesagt nur die Produktionsseite. Wir wollten mehr. Denn jedes Unternehmen hat darüber hinaus einen ganz eigenen ökologischen Fußabdruck, den sogenannten Corporate Carbon Footprint. Bei Geschäftsreisen, beim Verbrauch von Lebensmitteln, dem Einsatz von Elektrogeräten im Büro, über Abfall und so weiter produziert ein Unternehmen direkte und indirekte CO2-Emissionen. Und die hat sich soulie Kathi, die bei soulbottles die Rolle Impact ausfüllt, schon vor einer ganzen Weile vorgeknöpft:

 

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„Für 2019 habe ich unsere gesamten Unternehmensaktivitäten gesammelt und in die myclimate Software eingetragen, daraus wurde unser Corporate Carbon Footprint berechnet. Der Product Carbon Footprint, den wir ja bereits ausgleichen – Stichwort klimaneutrales Produkt – ist Bestandteil des Corporate Carbon Footprint. Das heißt, wir messen und kompensieren jetzt alle direkten und indirekten Emissionen, auch Scope 1, 2 und 3 Emissionen genannt, nach dem Greenhouse Gas Protocol.”

Klingt ein bisschen kompliziert, heißt aber eigentlich nur: Wir messen jetzt nicht nur die Emissionen rund um das Produkt, sondern auch rund um den Standort in Berlin, unser gesamtes Unternehmen also. Was hinter den Begriffen Scope 1, 2 und 3 steckt, zeigt diese Grafik:

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Bildcredit: Greenhouse Gas Protocol


klimaneutral mit drei faktoren: messen, reduzieren, kompensieren

Wir haben uns übrigens ganz offiziell verpflichtet, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren, und wir sind nicht allein: soulbottles ist zusammen mit mehr als 800 B Corp-Unternehmen Unterzeichner der Net Zero 2030 Initiative. Hier geht es darum, bis 2030 die firmeneigenen Netto-Treibhausgas-Emissionen auf Null zu bringen. Mit Hilfe der besagten Faktoren Reduzieren, Vermeiden und Kompensieren. Weil wir schon jetzt ein klimaneutrales Unternehmen sind, kommen wir unserer Net Zero 2030-Verpflichtung schon zehn Jahre früher nach. Was nicht heißt, dass wir jetzt die Füße hochlegen.
Hier kommen noch ein paar Zahlen von 2019 (wir hängen mit den Zahlen ein bisschen hinterher, denn die erste komplette Auswertung hat richtig lange gedauert):

  • Faktor Messen: Schaut doch nochmal auf die Grafik mit den Scopes 1 bis 3, also unsere direkten und indirekten Emissionen im Unternehmen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Für 2019 lagen unsere Zahlen hier bei:
    Scope 1: 123 Tonnen CO2
    Scope 2: 0 Tonnen CO2
    Scope 3: 311 Tonnen CO2
    Die hier genannten Zahlen sind unsere aktuell nicht vermeidbaren Emissionen. Diese kompensieren wir mit einem festgelegten finanziellen Betrag über ein Klimaschutzprojekt, dazu mehr beim Faktor Kompensieren.
  • Faktor Reduzieren: Wir versuchen stets ökologische Alternativen zu wählen, Unnötiges zu vermeiden und so unseren Fußabdruck möglichst gering zu halten. Unsere CO2-Bilanz hilft dabei, weitere Reduktionspotentiale zu identifizieren und uns konkrete Ziele zu setzen, um die oben genannten Zahlen weiter nach unten zu bringen.
    Aktuelles Ziel: Systematische Klimaschutzstrategie mit Reduktionspotentialen in Scope 1 + 3 entwickeln
  • Faktor Kompensieren: Wir haben bereits seit unserer Gründung mit Kompensationszahlungen für klimaneutrale Produkte Klimaschutzprojekte von myclimate unterstützt. Seitdem wir ein klimaneutrales Unternehmen sind, kompensieren wir unsere CO2-Emissionen in ein konkretes Gold Standard zertifiziertes Klimaschutzprojekt: „Keramikfilter für sauberes Trinkwasser in Laos”.

Unsere Kompensation in Zahlen: Seit der Gründung von soulbottles haben wir 866 Tonnen CO2 kompensiert und somit 15.000 € in Klimaschutzprojekte weitergeleitet.

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Auch Schulkinder in Laos werden in das Klimaprojekt involviert. Rechts: Ein Wasseraufbereitungsfilter, in den die Keramikfilter integriert werden. Bildcredit: TerraClear


kompensation über klimaschutzprojekt in laos

Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Label „klimaneutrales Unternehmen” und den entsprechend höheren Kompensationszahlungen ein konkretes Klimaschutzprojekt auswählen konnten. Nochmal zum Verständnis: Nur das, was wir nicht komplett vermeiden können, kompensieren wir, sprich, wir schaffen mit unseren Zahlungen positiven Impact für Mensch und Umwelt an anderer Stelle. Das myclimate-Projekt „Keramikfilter für sauberes Trinkwasser in Laos” liegt uns aus gleich mehreren Gründen am Herzen:

  • Sauberes Trinkwasser für alle ist eines unserer Kernthemen und Teil unseres Purpose 

  • Wir unterstützen gleichzeitig ein lokales Sozialunternehmen, das die Keramikfilter herstellt; das schafft Arbeitsplätze, außerdem werden Bildungsmaßnahmen zu WASH in Schulen angeboten

  • Trinkwasser aus dem Keramikfilter ist ökologischer und eine kostengünstige Alternative zu abgekochtem oder gekauftem Wasser und durch die lokale Produktion der Filter werden Arbeitsplätze geschaffen. 

  • Die Filter kommen der lokalen Bevölkerung zugute und durch die verringerte Abholzung der Wälder werden jährlich rund 26.000 Tonnen CO₂ gespart. Alle Infos gibt es bei myclimate.

Hier gibt es unseren Tracking Link von myclimate, der Teil unseres Klimaneutral-Labels ist.

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Aus lokalem Ton und Reisschalen entstehen die Keramikfilter. Bildcredit: TerraClear


klimaneutrales unternehmen: stillstand gibt es bei soulbottles nicht

So, das war jetzt ganz schön viel Input. Aber da uns Transparenz wichtig ist, möchten wir gerne so viele Details wie möglich liefern. Und vielleicht Anreize für andere bieten, sich mit dem Thema Klimaschutz im Unternehmen zu beschäftigen. Und ganz wichtig: Stillstand gibt es für uns nicht. Deswegen sagt Kathi:

„Dass wir jetzt ein klimaneutrales Unternehmen sind, ist toll. Doch damit ist es nicht getan. Unsere CO2-Bilanz nutzen wir als Tool, um Stellschrauben für weitere ökologische Verbesserungen in und an unserem Unternehmen zu identifizieren und somit unseren CO2-Fußabdruck noch weiter zu reduzieren.”

Und da wir bei soulbottles nun jährlich Bilanz zu unserem Corporate Carbon Footprint ziehen, können wir euch an dieser Stelle regelmäßig Updates liefern.

 

Photocredits Header: Avin CP on Unsplash