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WASH'n'soul insights teil II

Für jede verkaufte soulbottle fließt ein Euro in das Projekt WASH’n’soul! WASH’n’soul ist unser gemeinsames Projekt mit Viva con Agua und BORDA. Die vier Bestandteile des Projekts sind WASH, Abfallmanagement, Klimaschutz und Social Entrepreneurship. In diesem Teil erfährt ihr, wie Klimaschutz und Social Entrepreneurship im Projektdesign eingebunden sind. 

Seit unserer Gründung fließt ein Euro pro verkaufter soulbottle an die Trinkwasserprojekte von Viva con Agua. Damit konnten wir schon ganz schön viel bewegen, zum Beispiel konnten wir damit über 80.000 Menschen in Nepal den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Seit Ende letzten Jahres haben wir einen riesigen Meilenstein erreicht: Zusammen mit Viva con Agua und BORDA haben wir unser ganz eigenes Projekt auf die Beine gestellt. WASH'n'soul heißt unser Baby und beschäftigt sich zusätzlich zu Trinkwasser mit den Themen Abfallmanagement, Klimaschutz und Social Entrepreneurship in Sambia. Über das Projekt allgemein und besonders über die ersten zwei Themen, Trinkwasser und Abfallmanagement, hat meine Kollegin Isa bereits einen Blog geschrieben. In diesem Text gibts aktuelle Updates und Infos zu Klimaschutz und Social Entrepreneurship.

 

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coronasituation in sambia

Sambia war und ist leider schwer von der Coronakrise betroffen. In den Monaten Juni und Juli gab es einen rapiden Anstieg von Fall- und Todeszahlen. Mittlerweile entspannt sich die Lage langsam, die Zahlen gehen runter und Menschen vor Ort werden geimpft. Als Schutzmaßnahme sind Restaurants und Schulen weiterhin geschlossen und das Team von BORDA vor Ort arbeitet im Homeoffice. Diese Maßnahmen verkomplizieren unsere Projektarbeit und deren Umsetzung verschiebt sich nach hinten. Sie sind aber natürlich extrem wichtig und wir beachten alle Vorgaben. Wir schreiten so gut es geht voran und halten euch auf dem Laufenden. 

klimaschutz

soulbottles steht für Umweltschutz, das primäre Ziel von Viva con Agua ist WASH für alle und mit BORDA haben wir den perfekten Partner gefunden: BORDA ist eine NGO, deren Expertise es ist, nachhaltigen Umweltschutz durch sanitäre Lösungen zu ermöglichen. Im Fokus der Arbeit stehen langfristige Verhaltensänderungen statt kurzfristiger Projekte, die schnell in Vergessenheit geraten. Daher wird Klimaschutz in allen Aspekten eingebracht. 

Wenn es zum Beispiel um den Aspekt WASH geht, werden Wasserpumpen möglichst mit Solarenergie versorgt. Bei dem Thema Abfallmanagement werden organische Abfälle genutzt, um Biogas als Energiequelle herzustellen. Dieses Biogas kann dann zum Beispiel von Schulen zum Kochen genutzt werden. Ziel ist es WASH'n'soul klimaneutral zu gestalten. Wir planen Emissionen, die nicht vermieden werden können, durch Aufforstungsprojekte zu kompensieren. 

Und woran arbeiten wir jetzt ganz konkret? Unsere Partner*innen von BORDA sind auf der Suche nach einer Organisation, die die Emissionen des Projekts kalkuliert. Das ist gar nicht so einfach, denn es sollen wirklich alle Schritte des Projekts evaluiert werden: vom Büro bis zum letzten Handgriff. Gleichzeitig schauen wir uns nach einer Partnerorganisation um, die uns bei Aufforstungsaktivitäten helfen kann. Wenn unsere Emissionen feststehen, muss ausgerechnet werden, wie viele Bäume zum Ausgleich gepflanzt werden sollen und wo das am meisten Sinn ergibt. Wir wollen sicher gehen, dass die Aufforstung nachhaltig gestaltet wird. Daher suchen wir nach lokalen Partnern vor Ort, die sich in diesem Bereich auskennen und uns unterstützen können. Momentan stecken wir also vor allem viel Zeit in Recherche und werden bald eine Ausschreibung dafür veröffentlichen. Dann geht es in die Bewerbungs- und Auswahlphase.

social entrepreneurship

Die vierte Komponente von WASH’n’soul ist Social Entrepreneurship. Wir wollen unsere Projekte in Lusaka als Social Businesses umsetzen, die von den Menschen vor Ort geführt werden. So übernehmen sie ein hohes Maß an Verantwortung und haben die Möglichkeit ihre finanzielle Lage zu verbessern. Außerdem sind für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit Prozesse wichtig, die von den Communities vor Ort eigenständig aufrecht gehalten werden können. Dafür kann man die lokale Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze schaffen. Bei WASH'n'soul geht es aber nicht nur darum, die Wirtschaft anzukurbeln, sondern dabei die Themen WASH, Abfallmanagement und Klimaschutz immer mitzudenken. Deswegen haben wir den Fokus auf Geschäftsideen gelegt, die der Umwelt und den Menschen vor Ort dienen: Wasserkioske und organische Abfallverwertung. 

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Durch Wasserkioske können offizielle Wasserlieferant*innen Menschen sauberes und sicheres Trinkwasser für einen niedrigen Preis zur Verfügung stellen, die in sogenannten „low-income areas” wohnen. Die Kioske reinigen und filtern das Wasser aus den Wasserquellen und stellen so sicher, dass man es sicher konsumieren kann. Überprüft wird das ganze vom Water Trust, was eine gemeinschaftsbasierte Organisation ist und den Zugang zu Wasser und Sanitation managt. 

Momentan überlegen wir, ob es Sinn ergibt neue Wasserkioske zu eröffnen oder die bestehenden zu verbessern. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel smarte Wasserzugänge in den Kiosken zu verwenden: Momentan kann bei vielen Kiosken kein Wasser gekauft werden, wenn die Betreiber*innen nicht vor Ort sind. Smarte Wasserhähne können dagegen mit einem Chip aktiviert werden und wären damit rund um die Uhr nutzbar. Solche Wasserhähne stellt zum Beispiel Lorentz her. Und Lorentz hat uns bereits zugesagt, dass sie uns 20 Wasserhähne für unser Projekt spenden werden – Juhu! Und ganz im Style von Viva con Agua gibt es natürlich schon Ideen, wie die Wasserfilter verschönert werden können, mehr Infos folgen! 

 

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Die Wasserkioske könnten dann mit unseren Projektschulen verknüpft werden: Sie stellen den Kiosken Wasser aus ihrem Brunnen zur Verfügung und können von dem Erlös den Brunnen instand halten und Lehrmaterialien wie Bücher kaufen. Die Kioske arbeiten mit Water Trust zusammen und können schließlich der Community günstiges und sicheres Trinkwasser zur Verfügung stellen. 

abfallverwertung

Abfallverwertung bei WASH'n'soul hat zwei Komponenten: Einerseits bedeutet der sorgfältige Umgang mit Abfall, dass die Umwelt geschützt wird und Krankheiten vermieden werden. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Fäkalien in den Trinkwasserkreislauf gelangen. Andererseits bietet es auch die Möglichkeiten für das Thema Social Entrepreneurship. Bisher hat sich BORDA von einer lokalen Organisation beraten lassen: Aus dieser Zusammenarbeit sind drei Konzepte entstanden, wie Material Recovery Facilities (MRF) an die Projektschulen angeschlossen werden können. MRF heißt übersetzt Materialaufarbeitungseinrichtung… jap schwieriges Wort! Im Detail bedeutet es, dass diese Einrichtungen Müll trennen, reinigen und weiter transportieren, damit er verwertet werden kann. Plastikmüll kann dann zum Beispiel für Recyclingprojekte weiter verkauft werden. Aus organischem Abfall wird Biogas erzeugt, welches wiederum in den Schulen oder umliegenden Haushalten zum Kochen genutzt werden kann. Das ist nachhaltiger als konventionelle Kohle und schützt Wälder vor der Abholzung.

 

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austausch und weiterbildung

Und weil man zusammen einfach mehr schafft und alle von Kooperation statt Konkurrenzdenken profitieren, soll aus den WASH'n'soul Unternehmer*innen ein Netzwerk entstehen. Sie werden durch Weiterbildungsprogramme unterstützt und bekommen fachlichen Input. Sie können sich so auch untereinander austauschen, gemeinsame Lösungen finden und neue gemeinsame Ideen entwickeln. 

Momentan ist BORDA in Sambia auf der Suche nach einer Partnerorganisation, die hilft dieses Netzwerk aufzubauen und vor allem das fachliche Wissen dazu hat. Dazu gehört zum Beispiel auch herauszufinden, welche Unternehmen es schon vor Ort gibt, wo noch Bedarf besteht und was umsetzbar ist. Richtig mit der Umsetzung können wir voraussichtlich Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres starten – yeah!