Fast ein Liebesbrief:
unsere Flaschenpost.

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Made in China: Glasklare Produktion auch bei Edelstahl

Es ist soweit: Wir präsentieren euch gleich drei neue soulbottles steel. Da wir euch zum Thema Edelstahl eine „glasklare Produktion“ versprochen haben, gibt es in den kommenden Wochen Updates zur Produktion in China. Wo stehen wir, woran hakt es noch? Zum Auftakt fasst Paul für euch zusammen, warum wir unsere Partner ausgewählt haben.

 

Im Juni 2019 haben wir die soulbottles steel gelauncht, und sie wurde von euch gefeiert und war ratz fatz ausverkauft! Danke für eure Unterstützung und den Mut, mit uns gemeinsam neue Wege zu gehen.Wir hatten uns mit diesem Produkt an etwas ganz Neues gewagt: Denn der Flaschenkörper der soulbottles steel wird in China gefertigt. Wir hatten viele Bedenken, die wir hier auch geteilt haben. Damals haben wir euch das Versprechen gegeben, dass wir hart daran arbeiten werden, die Produktionsbedingungen vor Ort kontinuierlich zu verbessern. Und darüber möchte ich euch in den kommenden Wochen ein paar Updates geben.

 

 

 

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Da das Thema groß und vielschichtig ist, passt nicht alles in einen Artikel. Daher werden wir  eine kleine Serie veröffentlichen. Zu jedem der folgenden Themenbereiche möchte ich euch erzählen, wo wir noch Schwierigkeiten sehen und was soulbottles tut, um die Situation zu verbessern:

 

  1. Brandschutz
  2. Arbeitsschutz
  3. Arbeitszeiten & Lohn

 

soulbottles in China: A long way to go

Ich könnte euch jetzt und in den kommenden Artikeln erzählen, wie geil alles läuft und dass alles genauso funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber das werde ich nicht, ich will auch dahin schauen, wo es weh tut. Denn soulbottles steht nicht nur für Mut, Neues zu wagen, sondern auch für Ehrlichkeit und Transparenz.

In diesem Text möchte ich zunächst etwas Allgemeines über unsere Ausgangssituation erzählen. Wir haben uns vor drei Jahren für unsere soulbottles steel gezielt eine Fabrik in China herausgesucht, die noch nicht nach den Standards arbeitete, die wir normalerweise für eine Produktion voraussetzen. Die aber zwei andere Kriterien erfüllte: Erstens war sie noch so klein, dass wir mit unseren Bestellungen direkt ein großer und wichtiger Kunden wurden. Da wir so auch für die wirtschaftliche Entwicklung des Partners von großer Bedeutung waren, konnten wir eher davon ausgehen, dass unsere Wünsche gehört und ernstgenommen werden würden.

 

 

 

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Zweitens wollten wir mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, in dem das Management wirklich interessiert daran ist, die Firma hin zu mehr Nachhaltigkeit und Fairness zu entwickeln. Und glaubt mir, es gab wirklich viele Firmeninhaber*innen, die daran gar kein Interesse gezeigt haben.

 

 

Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Warum habt ihr euch nicht einen Hersteller gesucht, der schon super ist?

 

Die erste Antwort ist: Weil wir dann niemandem helfen, sondern die Fabriken, auch unser jetziger Partner, weiter auf die gleiche Art produzieren wie bisher. Die zweite Antwort ist: Weil es gar nicht so einfach ist, einen solchen Hersteller zu finden. Als wir vor Ort in China waren, haben wir viele Produktionsstätten angeschaut. Wir haben uns vorher informiert, auf welche Dinge professionelle „Auditor*innen“ achten, also Menschen, die Fabriken zum Beispiel für bestimmte Gütesiegel kontrollieren. Bei vielen Besuchen hatten wir auch eine ausgebildete Auditorin dabei. Wir haben uns kleine Fabriken angeschaut, die unbekannte Marken produzieren, und große Fabriken, in denen auch brands hergestellt werden, deren Namen ihr vermutlich kennt (die ich jetzt aber nicht aufliste, weil mir mein Anwalt davon abgeraten hat). Wir haben uns Firmen ohne irgendwelche Zertifikate angeschaut und dann wiederum solche, die stolz ihre Siegel wie zum Beispiel BSCI oder SA8000 präsentiert haben.

 

Das Bild war überall mehr oder weniger das gleiche: Mangelnder Brandschutz, kaum Schutzkleidung, zu lange Arbeitszeiten, keine Transparenz beim Lohn.

 

Leider nehmen viele Firmen ihre Verantwortung für ihre „Supply Chain“ (dt. Lieferkette) nicht wahr. Viele achten auf Qualität und Preis, aber nicht darauf, dass es allen entlang der Wertschöpfungskette gut geht. Vermutlich wird auch viel getäuscht und geschummelt. Da die meisten Fabrikbesitzer uns nicht als große Firma oder Kontrollinstanz wahrgenommen haben, ware sie sehr ehrlich mit uns. Wir haben bei Besuchen Sätze gehört wie “Ja, wenn die Auditoren vorbeikommen, dann setzen unsere Arbeiter*innen schon die Schutzmasken auf..“

 

Meiner Meinung nach haben wir es hier mit einem wirklich größeren Problem zu tun, um das sich anscheinend nicht viele Menschen kümmern. Bei Lebensmitteln („Bio“) und bei Kleidung („Fair“) sind viele Menschen für nachhaltige Produktionen sensibilisiert, aber bei anderen Produkten wie zum Beispiel Haushaltsartikeln leider nocht nicht. Daher ist auch der öffentliche Druck offenbar noch nicht so hoch. Außerdem lassen sich viele Trinkflaschen gut als „nachhaltig“ vermarkten, weil durch den Gebrauch Plastikflaschen eingespart werden. Das stimmt natürlich, aber trotzdem sollten wir die Produktionsseite nicht vergessen.

 

Große Herausforderung, aber großer möglicher Impact

Die Provinz Zhejiang, in der wir unsere soulbottles steel produzieren lassen, ist spezialisiert auf diese Art von Produkten. Ich habe noch keine genaue Statistik gefunden, aber in Gesprächen war von bis zu 80 % der weltweiten Produktion von Edelstahltrinkflaschen die Rede. Dazu zählen auch alle Thermoskannen, denn die werden fast genauso produziert.Ich weiß nicht, ob diese Zahl stimmt, aber es gibt in jedem Fall sehr viele Fabriken, die alle mehr oder weniger das Gleiche produzieren. Und Tausende von Menschen, die in der Branche arbeiten. 

 

Meine Hoffnung ist, dass wir es schaffen, eine Fabrik umzugestalten und so ein Beispiel für die ganze Branche sein können. Das Ziel ist, eine Bewegung zu starten und einen „systemischen“ Wandel voranzubringen, der vielen Menschen ein angenehmeres (Arbeits-)Leben bringen kann. Aber dafür braucht es am Anfang einige Mutige, die die anstrengenden ersten Schritte gehen.

 

Ich weiß nicht, ob wir es schaffen, unsere Ziele zu erreichen und hier eine ganze Branche umkrempeln zu können. Aber wir wollen es probieren! Dafür brauchen wir auch euch. Wenn ihr eine soulbottles steel kauft oder verschenkt, unterstützt ihr damit auch diesen Wandel. Was genau die einzelnen Herausforderungen sind und wie wir die lösen möchten, erfahrt ihr in den folgenden Wochen in weiteren Artikeln hier auf unserem soulblog. Stay tuned, und wenn ihr Fragen habt oder ihr mithelfen möchtet, meldet euch bei uns.

 

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